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Seniorenensemble des Musikvereins Bettringen zu Gast in der Steiermark
Sechs erlebnisreiche Tage bei hochsommerlichem Wetter verbrachten die
Mitglieder des Seniorenensembles des Musikvereins Bettringen zusammen mit
ihren Partnern und einer kleinen Fangruppe in der Steiermark.
Auch in diesem Jahr hatte der Sprecher des Seniorenensembles Wolfgang Hegele,
selbst ein profunder Kenner des südsteirischen Weinlandes, die
Organisation des Ausfluges übernommen. Unter seiner Leitung startete
die Reisegruppe in Bettringen mit Reiseziel Eibiswald, einer Marktgemeinde
im Süden der Weststeiermark. Das Reiseziel wurde ohne Zwischenfälle
am späten Nachmittag erreicht und nachdem die Quartiere verteilt waren,
traf man sich zu einem gemeinsamen Abendessen beim Kirchenwirt.
Der Tag nach der Anreise führte die Reisegruppe in die Landeshauptstadt
Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, die "Europas
Kulturhauptstadt 2003" war und deren Altstadt wegen des
"besterhaltenen Stadtkerns Mitteleuropas" seit 1999 zum
UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Ein sehr liebenswürdiger
Stadtführer verstand es trotz der hochsommerlichen Temperaturen den
Ausflüglern die eindrucksvollen Kontraste zwischen dem traditionellem
und dem modernen Graz nahezubringen.
Am Abend fand man sich in dem von Eibiswald ca. 4 km entfernt liegenden
Buschenschank "Glirsch" ein. Unter der Leitung von Helmut Deininger
unterhielt dort das Seniorenensemble die Gäste mit feinster Blasmusik.
Zur Überraschung der Ausflügler übernahm später ein
steirisches Musikantentrio die Unterhaltung und bei steirischen
Spezialitäten kam sehr schnell eine fröhliche und heitere Stimmung
auf. Zur Freude der Gäste verstärkten im Laufe des Abends
Bettringer Musiker, allen voran Helmut Deininger mit seiner Klarinette,
das steirische Trio.
Der folgende Tag diente der Entspannung. Am späten Vormittag ging es
zur Soboth an der Koralpe, die im Dreiländereck
Steiermark-Kärnten-Slowenien liegt. Nach einer kurzen Ortsbesichtigung
wanderte die Gruppe zum "Tauchertreff Lindner" am Ufer des
Soboth-Stausees, wo sich alle bis zum späten Nachmittag erholen konnten.
Vom Stausee aus brachte der Bus die Gruppe zum Abendessen in das Gasthaus
Lindner, einer Lokalität die nur wirkliche Insider kennen. Dort
stimmte das Seniorenensemble die Gäste mit zünftiger Blasmusik
auf den Abend ein. Neben anderen Köstlichkeiten wurde von der Wirtin
ein besonderes regionales Schmankerl angeboten, eine "aufgesetzte
Henn". Ein weiterer Höhepunkt war der anschließende Auftritt
von Christine und Gerhard Schurr mit Steirischer Harmonika und Gitarre sowie
die Liedbeiträge von Sepp Uhl, die den Stimmungspegel noch weiter nach
oben steigen ließen.
Der nächste Tag führte die Reisegruppe über den Radlpass
nach Maribor (Slowenien). Ein Reiseführer aus Eibiswald schilderte
die wechselvolle und leidvolle Geschichte der Südsteiermark. Durch die
Abtrennung der Untersteiermark war Eibiswald zur Grenzlandgemeinde geworden
die im 2. Weltkrieg besonders im Zeichen der Partisanenkämpfe
stand. Nach einem Mittagessen in Slowenien fuhr man auf der
Südsteirischen Weinstraße durch eine herrliche Rebenlandschaft,
die im Licht der Nachmittagssonne einzigartig zur Geltung kam und einen
unvergesslichen Eindruck hinterließ. Abgeschlossen wurde dieser Tag
mit einer Weinverkostung bei der neben steirischen Qualitätsweinen
traditionelle Köstlichkeiten gereicht wurden.
Der folgende Tag galt einem Besuch des Klöpfermuseums in Eibiswald.
Dieses Museum ist Dr. Hans Klöpfer gewidmet, der als
"größter Sohn der Gemeinde Eibiswald" anzusehen ist und
der als Dichter der Weststeirer und als Chronist des Marktes unvergessen
bleibt. Der Vater des Dr. Hans Klöpfer war als Wundarzt aus Gingen
bei Heidenheim eingewandert. Nach dem Museumsbesuch ging es zu Fuß
zu einer in der Nähe liegenden Ölmühle, wo alles Wissenswerte
zum alten Handwerk der Kürbiskernölerzeugung zu erfahren war.
Bei einer Ölverkostung durfte sich jeder von der hohen Qualität
des echten steirischen Kernöls überzeugen. Zur Stärkung gab
es Rührei mit Kernöl, ein echter kulinarischer Genuss. Bevor
man nach Eibiswald zurückfuhr, suchte man noch einen traditionell
arbeitenden Weinbauern auf, der seine hochwertigen Produkte vorstellte.
Bei einem gemeinsamen Abendessen im Klöpferkeller, das durch das
Seniorenensemble musiklisch umrahmt wurde, ließ man den Tag
ausklingen.
Der nächste Tag war bereits der Rückreisetag, der für alle
viel zu schnell gekommen war. Auf der Rückfahrt bedankte sich
Wolfgang Hegele bei allen für das disziplinierte Verhalten. Sein Dank
galt insbesondere dem Busfahrer, an dessen fahrerisches Können
sowohl bei der Stadtrundfahrt in Graz als auch auf den engen kurvenreichen
Straßen im steirischen Weinland höchste Anforderungen gestellt
worden waren. Wiederholt hatte er für gekonnte Fahrmanöver
"Szenenapplaus" erhalten. Zudem hatte er mit seiner Klarinette
das Ensemble unterstützt. Alfred Burkhardt dankte im Namen aller
Wofgang Hegele, der zusammen mit seiner Ehefrau die Hauptlast der
Organisation des Ausfluges zu tragen hatte und dem es gelungen war, ein
genau auf die Reisegruppe zugeschnittenes Programm zu erarbeiten. Ihm
wurde ein kleines Geschenk mit der Bitte übergeben, auch den
nächsten Ausflug des Seniorenensembles wieder zu planen.
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