|
Seniorenensemble des Musikverein Bettringen in der Weststeiermark
Sechs ereignisreiche Tage bei hochsommerlichen Temperaturen erlebten die
Mitglieder des Seniorenensembles des Musikverein Bettringen zusammen mit
ihren Partnern und einer kleinen Fangruppe in der Weststeiermark.
Es war der Wunsch der Ensemblemitglieder, die im Vorjahr in der Steiermark
gewonnenen Eindrücke weiter zu vertiefen. Der Sprecher des
Seniorenensembles Wolfgang Hegele, selbst ein Kenner des südsteirischen
Weinlandes, erarbeitete deshalb zusammen mit seiner Ehefrau Helga ein genau
auf die Gruppe abgestimmtes Reiseprogramm.
Reiseziel war wieder die Marktgemeinde Eibiswald, die im Süden der
Weststeiermark liegt. Sie war auch Ausgangspunkt für alle weiteren
Unternehmungen, die zu Sehenswürdigkeiten führten und dem
Kennenlernen von Land und Leuten dienten.
So wurde auf dem 483 Meter hohen Eory-Kogel die größte
Weintraube der Welt besichtigt, die durch die besondere künstlerische
Gestaltung den Ablauf des Weinjahres und die Arbeit im Weinberg
versinnbildlicht. Der sich von der Erhebung bietende Rundblick war
traumhaft. Bei einer Führung im Schloss Seggau konnten sich die
Ausflügler mit der geistlichen und weltlichen Geschichte der Steiermark
vertraut machen.
Im steirischen Wernersdorf wurde Ihnen bei der Besichtigung der dortigen
modern ausgestalteten Emmauskapelle aufgezeigt, was eine kleine Gemeinde
leisten kann, wenn man die Bürger in die Planung und Fertigstellung
einer solchen Begegnungsstätte mit einbindet und auf regionale
Künstler setzt. Im Außenbereich der Kapelle war auf einer
Gedenktafel für den Bürgermeister zu lesen: "Der Mensch
ist Pilger vom Morgenland der Jugend ins Abendland seines Alters."
Wozu ein einzelner Handwerker fähig ist, sah man an der versteckt im Tal
der Weißen Sulm liegenden Strutz-Mühle, die von einem originellen
Müller in jahrelanger Kleinarbeit erbaut wurde und die dokumentiert,
wie in früherer Zeit Getreide gemahlen wurde.
Ein besonderes Highlight stellte die Besichtigung der von Friedensreich
Hundertwasser gestalteten Pfarrkirche Sankt Barbara in Bärnbach dar,
ein buntes, fröhliches und lebensbejahendes Gotteshaus.
Das Gesamtwerk des Künstlers findet seinen Höhepunkt in einem
hinter dem Altar befindlichen Strahlenkranz-Kreuz. Umgeben ist das
Gebäude von 12 großen Toren, die die wichtigsten Religionen und
Kulturen symbolisieren und Ökumene und Toleranz fordern. Es ist die
einzige Kirche, die Friedensreich Hundertwasser gestaltet hat. Für
seine Arbeit verlangte er kein Honorar.
In dem in einer sanften Hügelwelt liegenden idyllischen Ort Piber,
wo seit über 200 Jahren die weltbekannten Lippizzaner ihre
Heimat haben, wurden für die Ausflügler die Pforten des
traditionsreichen Gestüts geöffnet, so dass es zu einer direkten
Begegnung mit den edlen weißen Pferden und deren Nachwuchs kam.
Bei Wein- und Kürbiskernölverkostungen konnte man sich von der
hohen Qualität dieser steirischen Spezialitäten
überzeugen.
Auch an die körperliche Fitness war gedacht, das Angebot reichte
vom Erholen am Sulmsee über eine schweißtreibende Wanderung
durch die Sulmtalklamm bis zum Schwimmen im Hotel-Pool, jeder konnte
für sich das Richtige auswählen.
Die Geselligkeit kam natürlich auch nicht zu kurz, sei es bei
steirischen Köstlichkeiten in einem Buschenschank oder auf
Österreichs höchstgelegenem Weingut mit Wein-Wellness-Park
oder beim abendlichen Ausklang. Das Seniorenensemble unter Leitung von
Helmut Deininger und Akteure aus der Gruppe sorgten stets für eine
fröhliche Stimmung.
In dem Bewusstsein, dass der Aufenthalt in der Weststeiermark ein Gewinn
für Herz und Seele war, trat man die Heimreise an. Ein ausgesprochenes
Dankeschön galt Wolfgang Hegele und dessen Ehefrau Helga für die
Organisation dieses wunderschönen Ausfluges.
Auch der Umstand, das es bei der Abfahrt in Bettringen und bei der Ankunft
wie aus Kübeln schüttete, konnte die gute Stimmung nicht trüben.
|
|