|
Am 13. Januar fand traditionsgemäß der
Neujahrsempfang des Stadtverbands Musik und Gesang Schwäbisch
Gmünd für das Jahr 2008 im Kongresszentrum Stadtgarten
statt. Die Musikerinnen und Musiker des Musikverein Bettringen
sowie der Liederkranz Straßdorf vertraten in diesem Jahr alle
60 musiktreibenden Vereine im Altkreis Gmünd. Für den
Musikverein Bettringen unter der Leitung von Hans-Gerd Burr war
es ein gelungener Start ins neue Jahr.
Mit den Pazifischen Träumen, dem Tanz der Vampire,
Marschklängen aus den Highlands, dem Radetzky-Marsch und
der Gmünder Nationalhymne (Aloisle-Lied) präsentierte
der Musikverein seine musikalische Vielseitigkeit vor einer
imposanten Zuschauerkulisse. Der Musikverein bedankt sich bei
allen Zuhörern für den reichlichen Applaus.
|
|
Bericht der Gmünder Tagespost vom 14.1.2008
NEUJAHRSEMPFANG über 1000 Gäste lauschen der Musik und den
Grußworten im Gmünder Stadtgarten
Wir-Gefühl und Mut beim Prediger
Musik, die gute Laune verbreitet, und Worte, die zu Engagement und
Tatendrang auffordern, prägten den Neujahrsempfang des Stadtverbandes
Musik und Gesang. Im Mittelpunkt standen der Bettringer Musikverein und der
Männerchor des Straßdorfer Liederkranzes.
VON MARIE ENSSLE
SCHWÄBISCH GMÜND Sparen sei auch im Jahr 2008 überall
angesagt, eröffnete Richard Arnold, Vorsitzender des Stadtverbands
Musik und Gesang, das Neujahrskonzert im Gmünder Stadtgarten. "Bitte
sparen Sie aber heute nicht am Applaus", meinte Arnold. Über 1000
Gäste waren gekommen, um den Kapellen, Chören und dem
Grußwort Rudolf Böhmlers, Vorsitzender des Arbeitskreises
Kultur, zu lauschen. Im Foyer wurde das Konzert auf Großleinwand
übertragen, damit alle dabei sein konnten.
3000 ehrenamtlich Tätige in 54 Mitgliedsvereinen sind im Stadtverband
organisiert. Einer davon der Musikverein Bettringen, der zum Auftakt unter
der Leitung von Hans-Gerd Burr "Pacific Dreams" von Jacob de Haan spielte.
Ein einfühlsames, aber auch donnerndes Stück, das an den mal
ruhigen, aber auch stürmischen Pazifik erinnert. "Den gibt's zwar in
Bettringen nicht, dafür aber ein Freibad", sagte Arnold. Und berichtete
vom Open-Air-Konzert, das der Musikverein im Sommer 2007 ausgerichtet hatte.
Auch als Appell, um das Freibad zu erhalten. Am 28. Juni ist die zweite
Auflage geplant. Weiter ging's musikalisch mit dem "Tanz der Vampire",
den die Bettringer Musiker zu Filmausschnitten erklingen ließen.
Das Publikum sparte nicht am Applaus.
Umbau anpacken
Auch nicht, als Rudolf Böhmler seine klaren Worte an die Gmünder
Bürger und die Verwaltung richtete. Er lobte das Festival
Europäische Kirchenmusik und die Burda-Ausstellung im Prediger, die
"der Renner im Kultursommer 2007" wurde. Außerdem sei er dem
Gmünder Gemeinderat dankbar, dass er das Konzept für eine
fünfteilige Sporthalle im Unipark nach jahrelanger Diskussion
beschlossen hat. Jetzt sei der Prediger an der Reihe, der einmal der
Stolz der Gmünder gewesen war, für dessen Zustand man sich
mittlerweile aber geradezu entschuldigen müsse. Bereits vor
16 Jahren habe der Arbeitskreis Kultur einen Nutzungsplan für den
Prediger veröffentlicht. Die Zeit sei mehr als reif, den notwendigen
Umbau anzupacken. Die Stadtverwaltung hat dem Gemeinderat in der
vergangenen Woche ein Nutzungskonzept vorgelegt. "Das hat aus meiner
Sicht noch Entwurfscharakter", kritisierte Böhmler. Wichtige Fragen,
wie beispielsweise der Prediger-Saal zugeschnitten werden soll,
müssten noch geklärt werden. Kondition und Mut, vor allem
wenn's ums Geld geht, wünschte er dem Gemeinderat, ein noch
stärkeres Wir-Gefühl, Gesundheit, Glück und Gottes Segen
allen Gästen.
Musikalisch ging's weiter mit dem Männerchor Straßdorf (Leitung:
Eckart Maier). Der Chor feiert dieses Jahr seinen 150. Geburtstag - mit
einem Festgottesdienst am 1. Juni und einem Festwochenende am 21. und
22. Juni. "Weißt du wie viel Sternlein", Lieder in Russisch,
Finnisch und Kroatisch und schmissige Songs aus den goldenen 20ern
rissen das Publikum mit. Küsschen am Liedende, ein Solo aus dem
Grammophon, Regenschirme zu "Unter einem Regenschirm", Mareili Halder,
Josef Ströbele und Bernhard Heinrich mit Soloeinlagen, dazu viele
Kinder, die mit lustigen Sprüchen die Liedauswahl ergänzten
- im Nu waren zwei Stunden vorüber.
Das große Finale begann: Vertreter der Musikvereine marschierten
mit Fahnen und Instrumenten ein. Moderator Arnold stellte die
verschiedenen Kapellen und Formationen des Stadtverbandes vor und
forderte die Zuhörer auf, sich zu erheben. Denn als
Überraschungseinlage spielten alle Musiker den "Grüß'
di Gott, Alois" und alle Textsicheren sangen mit. Mit dem "Radetzky-Marsch"
und Neujahrswünschen im Foyer ging der Empfang zu Ende.
|
Liederkranz Straßdorf
|
Richard Arnold
|
|
|